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Julia Rocho, Diplom Ingenieurin im Interview

Im Betrieb die Praxis, an der Hochschule die Theorie: Das duale Studium steht nicht nur bei den Unternehmen hoch im Kurs – auch Julia Rocho hat sich für diese praxisorientierte Form der Ausbildung entschieden. Das KIA Studium mit der Fachrichtung Elektrotechnik absolvierte sie an der Hochschule Zittau/Görlitz und startet jetzt ihre Karriere als Projektingenieurin bei der AVI GmbH und berichtet über die Vor- und Nachteile eines dualen Studiums.

Julia, bitte erkläre uns ganz kurz, was bedeutet KIA Studium und was sind die Vorteile / Herausforderungen?

Der Begriff KIA beschreibt ein kooperatives Studium mit einer integrierten Ausbildung. Das Besondere an diesem Studium ist, dass ich am Ende zwei Abschlüsse erhalte: den Facharbeiter und meinen Hochschulabschluss. Ich darf mich mittlerweile Dipl. Ingenieurin (FH) nennen und habe zudem den Facharbeiter als Elektronikerin für Geräte und Systeme. Vorteile sind für mich ganz klar der hohe Praxisbezug, die kürzere Studienzeit für zwei Abschlüsse und die finanzielle Unabhängigkeit. Die Herausforderung ist das Pensum, welches man innerhalb von fünf Jahren an den Tag legen muss. Da muss man sich wirklich im Klaren darüber sein, dass man in kürzester Zeit viel leisten muss. Semesterferien gibt es keine, da man ganz regulär, wie jeder andere Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch hat. Ich freue mich, durchgehalten und eine sehr gute Diplomarbeit abgeliefert zu haben.

Welche Voraussetzungen sollten Abiturienten erfüllen?

Das Interesse an den Naturwissenschaften sollte groß sein und man sollte Spaß an Technik haben. Mobilität und Flexibilität sind ebenfalls gefragt, da der Praxispartner gegebenenfalls nicht unbedingt in Wohnortnähe ist.

Du hast dein Diplom im Studiengang Elektrotechnik bekommen. Wieso hast du dich gerade für dieses Berufsbild entschieden?

Ich bin schon die zweite Generation meiner Familie, die in Zittau ihre Ausbildung absolviert. Mein Opa absolvierte eine Ausbildung als Elektriker und meine Mama hatte in Zittau schon Elektrotechnik studiert. Da liegt es scheinbar in den Genen, dass mein Interesse und meine Faszination für Technik groß sind. Die Präzision ist enorm wichtig, da jedes Rädchen ins andere laufen muss. Die Hochschule Zittau/Görlitz verfolgt für mich ein tolles Konzept. Man kann hier fast schon von einem familiären Umgang sprechen und als Student fühlt man sich als Individuum im Vergleich zu Universitäten.

Wie bist du auf die AVI GmbH als Praxispartner aufmerksam geworden?

Auf die AVI GmbH bin ich zum Hochschul-Informationstag aufmerksam geworden. Hier wurden neben den diversen Studiengängen auch unterschiedliche Praxispartner vorgestellt. Im Gespräch habe ich schnell gemerkt, dass ich bei der AVI GmbH ein gutes Gefühl habe. Die menschliche Komponente ist mir ebenso wichtig, wie spannende Projekte und ich muss sagen, ich habe mich dahingehend nicht getäuscht.

Julia, du warst die einzige Frau in dem Studiengang. Wie fühlt sich das an? Ergaben sich daraus vielleicht Vorteile?

Prinzipiell habe ich da keinen großen Unterschied zu meinen männlichen Kommilitonen gesehen. Wenn es um soziale Kompetenz ging, habe ich gern geholfen zu vermitteln oder zu organisieren. Kurzum kann man sagen, dass es mit so vielen Männern sehr unkompliziert war.

Die Praxisphasen finden ja im Betrieb statt. Erzähl uns doch kurz von deinem Arbeitsalltag.

Während der Zeit im Betrieb wird man von Anfang an als Vollzeitkraft in den täglichen Arbeitsalltag eingebunden und übernimmt Verantwortung. Ich fand es toll direkt an großen Projekten mitwirken zu können und mein erlerntes Know-how von der Hochschule auch direkt in diese Projekte einfließen lassen zu können. Von der Bearbeitung von Excel-Listen, Zuarbeiten für die Kollegen bis hin zum Schreiben von Programmen war alles dabei. Ein großer Vorteil war auch, dass beim Schreiben der Diplomarbeit Kollegen mit einer helfenden Hand zur Seite standen.

Hast du Tipps für diejenigen, die sich für ein Studium mit der AVI GmbH als Praxispartner interessieren?

Interesse und Spaß an jeglicher Arbeit sollte auf jeden Fall mitgebracht werden. Die AVI GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit 45 Mitarbeitern. Hier wird ein freundliches und soziales Miteinander gelebt und wir agieren zusammen im Team. Die Projekte, die hier bearbeitet werden sind vielseitig und interessant.

Als Projektingenieurin warten nun viele spannende Projekte auf Julia. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam diesen Weg mit ihr gehen dürfen.

 

 

 

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