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GKM Block 9 Schiffsbelader

Die Technologie

Im Steinkohlekraftwerk GKM Block 9 fällt bei der Entschwefelung Gips an. Ein Teil dieses Gipses wird über eine Kette von Förderern, Zwischenhaldung mit Portalkratzer und einem Schiffsbelader auf ein Schiff verladen. Außerdem wird die Nassasche, angefeuchtete Flugasche sowie trockene Flugasche über den Schiffsbelader auf dem Wasserweg verschifft.

Der Schiffsbelader wird manuell von der Bedienkabine oder über eine Funkfernsteuerung eingerichtet. Gestartet wird dieser von einer Bedienstation der Hauptleittechnik des Schiffsbeladers. Der Füllprozess wird vom Bediener handgesteuert. Der Schiffsbelader ist fest positioniert. Zum Befüllen werden für die Produkte Gips und Nassasche die entsprechenden Verladebänder mit den Schüttgarnituren horizontal ausgefahren. Nach Absenken der Schüttgarnituren kann punktgenau verladen werden. Mit einer schwenkbaren Verladegarnitur wird das Produkt trockene Flugasche, welches während des Befüllprozesses in einem Vorlagesilo gepuffert wird, pneumatisch in ein geschlossenes Siloschiff verladen. Zusätzlich kann die trockene Flugasche mittels eines Paddelmischers mit Wasser zu Nassasche vermengt und mit dem entsprechenden Verladeband auf ein Schiff verbracht werden.

Auf dem Schiffsbelader befindet sich ein seefester Container, in dem die Schaltanlage und die Bedienkabine untergebracht sind. Die Schaltanlage des Schiffsbeladers erhält kundenseitig 4 verschiedene Spannungseinspeisungen. In der Schaltanlage des Schiffsbeladers ist eine SPS integriert. Feldsignale werden über das dezentrale Peripheriesystem S7- ET200S an verschiedenen Örtlichkeiten eingesammelt. Die Signalweiterleitung an die SPS erfolgt mit Profibus. Sicherheitsrelevante Signale werden fehlersicher verarbeitet. Aus Sicht der Hauptleittechnik stellt die Steuerung des Schiffsbeladers eine Black Box dar. Der Datenaustausch zur Hauptleittechnik erfolgt über Ethernet.

Für die Antriebssteuerung der Fahr- und Schwenkwerke sowie Bandantriebe werden Frequenzumrichter genutzt. Die Verschaltung der Motoren erfolgt in Antriebsgruppen als Mehrmotorenantriebe.

 

Automatisierung
  • S7-315-2DP / IM151-1 ET200S dezentrale Peripherie
Realisierungszeit
  • 2009 – 2015
Leistungen AVI
  • komplettes Engineering
  • elektrotechnische Ausrüstung und Montagen
  • Funkfernsteuerung
  • Softwareerstellung und
  • Inbetriebnahme

Bilder

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