Dieses Dokument enthält eine Liste von häufig gestellten Fragen zu TERANiS.

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  1. Ist der Online-Analyzer von TERANiS zyklusgenau?
    Nein, noch nicht ist aber für S7-SPS in zuküftigen Versionen geplant.
  2. Wurden die S7-Grenzen im TERANiS berücksichtigt?
    Für S7 lassen sich Bausteine bis zu Ihrer maximalen Größe (64kB Code) erzeugen. Diese maximale Größe kann TERANiS nicht überprüfen. Deshalb ist z.B. die Größe eines Prozessablaufplanes beschränkt. Ein solcher PRAP ist jedoch nur theoretisch möglich, da er sehr unübersichtlich wird und zerlegt werden sollte. Durch den Übersetzer wird AWL generiert. Die in AWL existierenden Beschränkungen (2000 Zeilen pro Netzwerk, 999 Netzwerke) werden vom Compiler beachtet.
  3. Sind Querverweise von PRAP auf PRAP möglich Einstiegspunkt/Ausstiegspunkt?
    Querverweise zwischen PRAP-Variablen können direkt aus TeCAD heraus verfolgt werden. Dazu in den Eigenschaften einer Bedingung oder Operation mit der rechten Maustaste auf die Variable klicken und Querverweise wählen.
  4. Sind Querverweise von Variablen auf PRAP möglich z.B. Doppelklick auf Variable und es öffnet sich der richtige PRAP/Bedingung in einem PRAP?
    Von TeVar aus kann der PRAP über den Querverweis der Variablen geöffnet werden.
  5. Ein PRAP besteht aus 10 Operationen, im Schritt 2 wurde eine „Not Aus“ Bedingung projektiert. Werden beim Drücken vom „Not Aus Schalter“ die Operationen 3 – 10 noch abgearbeitet oder bleibt sofort alles stehen?
    Wenn die Operation 3 bereits erreicht wurde, wird diese Bedingung nicht mehr beachtet. Die Bedingungen werden immer im Pfad der gerade aktiven Operation ausgewertet. Sie können die Bedingung entweder kopieren oder den Linienverlauf möglicherweise auf die vorherige Bedingung zurückführen, wenn Sie in mehreren Operationen ausgewertet werden soll.
  6. Werden beim Kopieren von PRAP die beinhalteten Variablenbezeichnungen und Adressen geändert?
    Beim Kopieren bzw. Aktivieren von PRAP werden nur die Verknüpfungen zur Datenbank gelöst (Die ID-Nummern werden aus dem PRAP gelöscht). Die Adressen bleiben erhalten. Wenn Sie den PRAP in einen anderen Prozesspfad kopieren, können dort die Variablen gleichen Namens andere Adressen erhalten. Wenn dies in der Datenbank entsprechend eingetragen wurde, können die neuen Adressen durch Variablenabgleich aus der Datenbank gelesen werden. Sie können ausserdem die Objektorientierung durch den Einsatz von Strukturen unterstützen.
  7. Wie werden Grenzwerte abgefragt (Lo, LoLo Hi, HiHi) muss man hier 4 Verzweigungen im PRAP machen oder geht das auch anders?
    Jeder Grenzwertvergleich ist eine eigene Bedingung mit der Funktion „Ausdruck“. Oft werden Grenzwerte auch zentral gebildet und sind dann einfache Binärvariablen. Es ist Teil der Philosophie die Wahl der Beschreibungsmittel zu begrenzen, damit sich der PRAP einfach lesen und verstehen lässt.
  8. Wie werden zeitgesteuerte Aufgaben realisiert? z.B. Nach 5 sec. soll Pumpe 1 eingeschaltet werden nach weiteren 5 sec. Pumpe 2.
    In Operationen können Sie die Funktion „Zeitglied ansteuern“ verwenden und dieses in Bedingungen mit „Zeitglied abgelaufen“ abfragen. Für die Realisierung dieser einschaltverzögerten Zeitfunktion werden wahlweise S5-Timer oder der Standardfunktionsblock „TON“ verwendet. Andere Möglichkeiten bestehen über die Auswertung von externen Zeitzählern.
  9. Ist im TERANiS eine Versionsverwaltung möglich?
    Da die meisten Dateien von TERANiS im Textformat vorliegen, kann eine externe Versionsverwaltung wie CVS oder Subversion verwendet werden. Die zusätzlichen Verzeichnisse dieser Versionsverwaltungen werden im Projektbaum von Studio ausgeblendet.
  10. Ist im TERANiS eine Projektverwaltung möglich?
    Eine projektübergreifende Verwaltung ist in TERANiS nicht vorgesehen. Jedes Projekt wird einzeln in einem Verzeichnisbaum verwaltet.
  11. Welche Möglichkeiten für die Anbindung von fremden Visualisierungen werden angeboten?
    Um Daten für die Parametrierung von Visualisierungen aus der TERANiS-Datenbank zu exportieren gibt es den einfachen CSV-Export, den parametrierbaren Textexport (im Release enthalten), die Excel-Schnittstelle oder die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf die Datenbank mit ADO oder ODBC bzw. Microsoft-Access.
  12. Enthält TeVar „ALLE“ Daten aus allen verschiedenen Steuerungen?
    Die Verwendung der Datenbank ist optional. Wenn jedoch die Variablen mit der Datenbank geprüft werden sollen müssen mindestens alle Variablen, die in Teilprozessen von TERANiS verwendet werden in der Datenbank enthalten sein. Es wird empfohlen alle Variablen in die Datenbank einzutragen, da dies eine bessere Übersicht ermöglicht. In einer Datenbank sind immer alle Variablen eines Projektes enthalten.
  13. Welche Arten von SPS Datentypen können in TeVar eingesetzt werden?
    Es können alle elementaren Datentypen aus der Norm IEC61131-3 eingesetzt werden. Zusammengesetzte Datentypen müssen als Typ im strukturierten Text definiert werden. Zielsystemabhängig gibt es auch spezielle Datentypen (z.B. TIMER bei S7).
  14. TeVar – Können aus STEP 7 die Variablen importiert werden? Auch symbolische Bezeichner, auch Strukturvariablen im DB?
    Nicht direkt, Die Symboltabelle kann man aus STEP-7 kopieren und z.B. über Excel in TeVar importieren. Ein Import von Datenbausteinen ist im Moment nicht vorgesehen. (Bei Nachfrage wäre es möglich dies zu implementieren.) Die Synchronisation der S7-Symboltabelle mit TERANiS ist in einer späteren Version geplant.
  15. TeVar – WinCC, – Können auch STEP7-Sonderattribute aufgelöst werden ( UDT, FD DP)?
    Nein
  16. S7 – Können Zusatzattribute von Bausteinen importiert werden?
    Beim Bausteinimport mit TeStep7 werden die Zusatzattribute TITLE, AUTHOR und VERSION übernommen.
  17. TeVar – Wie sieht die Variablenliste bei anderen SPS-Systemen aus?
    Die Syntax des OP-Feldes ist zielsystemabhängig. Mit der Installation des entsprechenden Zielsprachenpaketes wird TeVar um diese Funktion erweitert. (Da im Moment nur S7 unterstützt wird, ist dies nicht relevant. Die Funktionalität dieser TeVar-Plugin-Schnittstelle ist noch im Teststadium.)
  18. TeVar – Wie geht die Variablenliste mit Strukturen in einem DB der S7 um? Ist die Struktur zu erkennen und zusammenhängend?
    Die Strukturvariable und die Strukturelemente sind in TeVar getrennte Zeilen. Die Zugehörigkeit zu einer Struktur ergibt sich nur aus dem Namen der Variable. Der Zusammenhang der Struktur wird also nur ersichtlich, wenn man die Tabelle nach dem Namen sortiert. Dies ist auch nur ein Aspekt bei der Variablenverwaltung. Da die einzelnen Strukturelemente ganz unterschiedliche Eigenschaften haben können, werden diese in anderen Bearbeitungsschritten auch anders gefiltert oder sortiert. Bei der Adressierung des OP-Feldes wird die Strukturzugehörigkeit automatisch beachtet.
  19. TeVar / TERANiS- Kann man auch nur mit symbolischen Namen arbeiten (S7, und anwenden vom INAT Treiber, der die OPC-Var. aus der SPS braust/importiert)?
    Die Schnittstelle vorhandener Bausteine kann mit TeStep7 in TERANiS importiert werden. Damit können diese Bausteine von TeList oder TeCAD aufgerufen werden. Die interne Funktionalität dieser Bausteine bleibt dabei unsichtbar. TERANiS hat also auch keine Kontrolle darüber, ob und welche globalen Variablen dieser Baustein verwendet. Der Mechaniker muss auf dieser Ebene keine Planung durchführen. Er muss nur wissen dass es solche Bausteine gibt und mit welchen Signalen diese angesteuert werden. Die konkrete Parametrierung übernimmt dann der SPS-Programmierer.
  20. TeList / TeCAD – Wie verwende ich meine vorhandenen Bausteine im TeCAD ohne diese explizit als PRAP zu definieren, damit der Mechaniker kein Detailwissen über die SPS benötigt – Wo ist dann die Verbindung zum E/A-Punkt?
    Die Syntax des OP-Feldes ist zielsystemabhängig. Mit der Installation des entsprechenden Zielsprachenpaketes wird TeVar um diese Funktion erweitert. (Da im Moment nur S7 unterstützt wird, ist dies nicht relevant. Die Funktionalität dieser TeVar-Plugin-Schnittstelle ist noch im Teststadium.)
  21. TERANiS – Wann ist eine Sprachumschaltung verfügbar – slawische und China Zeichensatz beachten – Wie kann selbst übersetzt werden?
    Bei entsprechender Nachfrage kann eine Sprachumschaltung realisiert werden.
  22. TERANIS – Welche Schritte sind notwendig um aus dem PRAP ein SPS-Programm zu machen?
    Voraussetzungen:
    – Der PRAP ist vollständig, Die Syntaxprüfung liefert keine Fehler
    – Der PRAP wurde mit der Datenbank abgeglichen (Studio: Variablen>abgleichen)
    – Mit TeStep7 wurde eine Verknüpfung zu einem Step7-Projekt hergestellt.
    Dann kann in Studio die Sammelfunktion „Prüfen,Übersetzen,Übertragen“ aufgerufen werden.
    Die Schritte können auch getrennt ausgeführt werden. Dabei können auch gleich mehrere Prozesse in einem Ordner bearbeitet werden.
  23. TERANIS – S7 – Wie werden OB’s unterstützt?
    OB’s sind eine spezielle Eigenschaft der S7-Programmierung. Der OB ist dem POE-Typ PROGRAM am ähnlichsten Der Compiler generiert daher einen OB wenn als Blocktyp bei den Übersetzungseigenschaften PROGRAM angegeben wurde. Üblicherweise wird PROGRAM nur bei Aufrufbausteinen verwendet.
  24. TERANIS – S7 – Warum werden FC’s den FB’s vorgezogen? Wie sieht das bei anderen Steuerungen aus?
    Sie können sowohl FC’s als auch FB’s mit TERANiS erzeugen. Wenn die lokalen Variablen im statischen FB-Bereich angelegt werden, sind deren Adressen für TeRANiS unbekannt. Sie werden auch nicht in TeVAR verwaltet. (Es wäre jedoch möglich die FB-Instanz manuell als Struktur in TeVar anzulegen). Das Anlegen des Instanz-DB für die FB’s geschieht erst beim Einfügen des Bausteinaufrufs in das S7-Programm. Da TeCAD die Adressen der FB-Variablen nicht kennt, muss bei der Online-Ansicht die Adresse der Instanz angegeben werden.
    Die Verwendung von FB hat bei S7 einige Performancenachteile. In anderen Steuerungssystemen ist es häufig so, dass nur FUNCTION_BLOCK unterstützt wird. Die Verwendung von FB verbessert daher die Portabilität zwischen verschiedenen Herstellern.
  25. TERANIS – Welche Systemgrenzen existieren ? ( Anzahl SPS / Länge Struk.-Text / AWL usw. /Access-DB – Portierung auf MSDE Server)
    Bei der Übersetzung in einzelne Bausteine des Zielsystems können Grenzen des Zielsystems erreicht werden (z.B. maximale Bausteingröße). Diese Grenzen kann TERANiS nicht prüfen oder ermitteln, da sie erst bei der Erzeugung des Maschinencodes auftreten. Andere Grenzen ergeben sich aus dem verwendeten Datenbankformat. So sind z.B. einzelne Felder der Datenbank maximal 255 Zeichen lang. Ein Datensatz darf maximal 2000 Byte umfassen. Man kann also nicht unbegrenzt Spalten im TeVAR hinzufügen. Es gibt jedoch die Möglichkeit auf mehrere verteilte Tabellen auszuweichen. Die Datenbankgröße ist auf 2GB beschränkt. Mit dem MDB-Format wurden Datenbanken bis 200000 Variablen getestet. In Zukunft wird es auch möglich sein die Datenbank auf MSDE oder einem SQL-Server abzulegen.
  26. TERANIS – Wie / oder ist überhaupt ein sequenzielle Abgleich von Projektdatenbanken möglich / angedacht?
    Ein automatischer Abgleich ist in Zukunft geplant. Im Moment ist es möglich Nummernbereiche für die Vergabe von Variablen-IDs einzustellen. So können mehrere getrennt arbeitende Benutzer Variablen anlegen und diese dann später z.B. über den CSV-Import in eine andere Datenbank übertragen.
  27. TERANIS – S7 – In der AWL ist die Symbolik nicht vorhanden, warum?
    Wenn man die Symboltabelle mit Daten aus TeVAR füllt und die Anzeige der Symbolik in STEP-7 einschaltet, sind diese auch in der AWL zu sehen.
  28. TERANIS – Wann kommen andere SPS-Typen und wo liegen die Schwierigkeiten?
    Die verfügbaren Zielsysteme werden ständig erweitert. Wir richten uns dabei nach den Wünschen der Anwender. Je nach Zielsystem wird dabei verschieden viel Zeit benötigt. Es ist auch möglich, dass sie die Anpassung selbst vornehmen. Zur Anpassung an ein Zielsystem gehören 3 Komponenten:
    a) Übersetzer von ST in die Sprache des Zielsystems (TeCOM)
    b) Prüfung der Syntax globaler Adressen in TeVAR
    c) Transferieren des übersetzten Codes in das Programmiertool des Herstellers
    Es wird nicht für alle Zielsysteme alle 3 Komponenten geben. z.B. gibt es bei PC-WorX im Moment keine Möglichkeit des automatischen Transfers. Wenn das Zielsystem bereits strukturierten Text unterstützt, kann es sein, dass der strukturierte Text von TERANiS direkt verwendbar ist. Dies funktioniert meistens bis zu bestimmten Grenzen. (z.B. lassen sich Funktionsblöcke ohne globale Variablen meist problemlos in das Zielsystem übernehmen.)
    Sehr schwierig wird es, wenn das Zielsystem keine textuelle Sprache unterstützt oder keine Möglichkeit des Imports einer Textdatei besteht.
  29. TERANIS – Wenn durch die Logik mehrmals auf eine Variable geschrieben wird. Erfolgt die VER-ODER-UNG automatisch?
    Über TeVAR wird geprüft, ob eine Variable mehrfach beschrieben wird und eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben. Es muss also für jedes schreibende Signal eine Variable angelegt werden. Die Veroderung mehrerer Signale erfolgt am Besten in einem separaten Teilprozess. Falls der Empfänger des Sammelsignals ein PRAP ist kann man auch die Veroderung in der Bedingung durchführen (Ausdruck: „A OR B OR C“).
  30. TERANIS – Welche PC-Hardware/Software ist erforderlich?
    TERANiS läuft auf „normalen“ Standard-PCs mit dem Betriebssystem ab Windows 2000. Wird das Betriebssystem hochgerüstet ist meist auch ein Upgrade von TERANiS erforderlich.
  31. TERANIS – Wie groß ist der Schulungsaufwand?
    Unterschiedlich, je nach Vorbildung der Anwender. Eine selbstständige Einarbeitung ist unter Zuhilfenahme der Tutorials auch möglich. Um TERANiS umfassend und effizient einzusetzen ist eine Schulung von mindestens 1 Woche erforderlich.
  32. TERANIS – Wie ist der Ablauf bei online Änderungen am PRAP?
    Am Einfachsten funktioniert dies mit der Projektverwaltung „Studio“. Nach der Änderung des PRAP, wird in Studio einfach F9 gedrückt. Die Prüfung, Übersetzung und Übertragung erfolgt dann automatisch. Jetzt muss nur noch in das Entwicklungswerkzeug des SPS-Herstellers gewechselt werden (z.B. STEP-7) und dort der geänderte Baustein in die SPS online übertragen werden.
  33. TERANIS – Wie händelt man das Thema Zertifizierte Sicherheit in dem System ab?
    Prozessablaufpläne sind gut geeignet um sicherheitsrelevante Abläufe darzustellen. Die Abläufe können mit dem Zertifizierer (TüV) direkt am PRAP diskutiert werden. Da der Übersetzungslauf aber selbst nicht zertifiziert ist, muss durch den Zertifizierer der SPS-Code separat überprüft werden. Da alle Kommentare aus dem PRAP übernommen werden, ist dies relativ leicht möglich. Auch eine Darstellung als FUP ist weitestgehend möglich.